INFORMATIONS

 

MUSEE "LA PISCINE" 59100 ROUBAIX

LES EXPOS DE L’AUTOMNE - HIVER 2012
AUTOUR DE MARC CHAGALL
OCTOBRE 2012 - JANVIER 2013




Le Musée de "La Piscine"

MARC CHAGALL
Après le succès de l’exposition «Chagall et la céramique» en 2007-2008 La Piscine lève un nouveau voile sur l’œuvre de cet artiste majeur.
Avec cette exposition, La Piscine souhaite mettre en lumière la question du volume chez Chagall, avec près de deux cents œuvres. Que ce soit à travers la céramique, la sculpture ou son implication dans l’univers du spectacle, Chagall a intégré ces terrains d’expérimentation comme des composantes indissociables de son œuvre. Ils comptent parmi les moins connus de son expérience artistique…
Cette exposition est réalisée en partenariat avec le EMMA – Museum of Modern Art d’Espoo à Helsinki (Finlande) et le Musée of Art de Dallas (USA)

MARTINE DAMAS

Grande dame de la céramique, Martine Damas est décédée il y a deux ans, alors que son monde créatif s’ouvrait à d’autres pratiques – papier, photographie – dans un désir de décloisonner l’art. La Piscine, aidée du compagnon de l’artiste Pierre Patrolin, souhaite présenter dans cette exposition l’œuvre sensible de cette créatrice reconnue dans le monde entier.

ROBERT WEHRLIN

Robert Wehrlin (1903-1964) est un artiste expressionniste suisse qui passa l’essentiel de sa vie en France de 1924 à 1964. Elève de E.L.Kirchner, il a laissé un œuvre important de peintre et de graveur. Pratiquement inédit, le fonds familial, conservé par le fils unique de wehrlin, est d’une grande richesse. Cette exposition dossier accompagnera une donation au musée.

PRISCILLA MOTTE

Priscilla Motte a eu une formation de sculpteur aux Beaux-Arts. Son inspiration se nourrit de ses rencontres littéraires, des préoccupations liées à notre monde et de ses expériences douloureuses ou heureuses. Peu à peu, elle épure la matière pour créer des sculptures mouvantes au moindre souffle, ou puissantes et hiératiques. Son monde créatif explore toutes les matières mises à sa disposition. Ainsi, outre ses sculptures, le musée présente son travail expérimental dans le domaine du stylisme.

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MUSEE DU "MONT DE PIETE" 59380 BERGUES

ROBERT WEHRLIN
OCTOBRE 2012


Le Musée du "Mont de Piété"

En collaboration le musée de la Piscine de Roubaix, le musée du Mont-de-Piété de Bergues présentera une sélection de dessins du peintre expressionniste suisse Robert Wehrlin.

Elève de Ludwig Kirchner, Robert Wehrlin passa l’essentiel de sa vie en France, travaillant en marge du système des galeries. Scrutateur attentif de l’âme humaine, il porte sur ses contemporains un regard tantôt tendre, tantôt incisif, aux traits toujours justes. Cette exposition accompagnera une donation au musée.
Date sous réserve : Octobre-novembre 2012

 

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KUNSTMUSEUM DES KANTON THURGAU KARTAUSE ITTINGEN

12. Januar 2012 bis 22. April 2012

KONSTELLATION 4
Vom Können in der Kunst

Dietrich, Herzog, Haffter, Roesch, Wehrlin ....





Haffter Martha: Akt
Die Vorstellungen von Kunst und Handwerk berühren sich an verschiedenen Stellen. Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein war das handwerkliche Beherrschen der technischen Mitteln der Malerei und der Bildhauerei unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche künstlerische Karriere. Das genaue Hinsehen und die realitätsnahe Wiedergabe der Wirklichkeit wurden in den Akademien bis zum Überdruss geübt. Der Körper in seiner Vielfalt an Positionen, das Gesicht mit seinen zahllosen Ausdrucksvariationen aber auch die Präsenz einfacher Objekte in Licht und Raum wurden so lange immer wieder gezeichnet, bis das Gesehene mit schlafwandlerischer Sicherheit wiedergegeben werden konnte.

August Herzog: Anathomische Studie
1907, Bleistift auf Papier
In der Sammlung des Kunstmuseums Thurgau finden sich erstaunliche Zeugnisse dieses praktischen Lernens mit dem Stift. Von Adolf Dietrich hat sich eine Reihe von frühen Zeichnungen erhalten, die der Schüler auf Anweisung seines Volksschullehrers erstellte, um seine zeichnerischen Fähigkeiten zu schulen. Vom Ermatinger Maler August Herzog oder von der Frauenfelderin Martha Haffter gibt es eine Vielzahl akademischer Studien, die während den Aufenthalten an den Akademien von München und Paris entstanden sind. Diese Zeichnungen von nackten Männern und Frauen bilden gleichsam den unsichtbaren Grundstock des Schaffens dieser Künstler, die im Thurgau vor allem durch ihre spätimpressionistischen Landschaften oder aber durch idyllische Genreszenen bekannt geworden sind. Die hunderten von Zeichnungen bildeten die handwerkliche Basis für die künstlerische Arbeit der Maler.

Carl Roesch: Werbepostkarte
mit Till Eulenspiegelmotiv
um 1900
Ganz handfest wird die Kunst da, wo Künstlerinnen und Künstler ihre Fähigkeiten nutzen, um ausserhalb oder am Rande ihrer Kunst ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ernst Emil Schlatter und Carl Roesch verdienten gutes Geld mit der Gestaltung von Plakaten oder Postkarten. Sie finanzierten ihre Ausbildung und ihren Karrierestart, indem sie ihre handwerklichen Fähigkeiten als Bildermacher in den Dienst der Werbung oder der Gestaltung von Gebrauchsgegenständen stellten. Auch Ernst Kreidolf produzierte während seiner Akademiejahre in München Steckbriefe nach Fotovorlagen, damit er überhaupt etwas zu essen hatte.

Robert Wehrlin: Studie zu "La mort de mon ami", um 1939, Tusche und Bleistift auf Papier
Dass das „Handwerk des Künstlers“ auch ganz anders verstanden werden kann, wird in der Ausstellung anhand einer aussergewöhnlichen Werkgruppe von Robert Wehrlin aufgezeigt. Für die Herstellung des Bildes „la mort de mon ami“ aus dem Jahre 1939 zeichnete der in Paris lebende Thurgauer dutzende von vorbereitenden Skizzen. Akribisch erprobte er mit Bleistift und Tinte die Möglichkeiten unterschiedlicher Bildanlagen. Später gestaltete er dann noch eine Serie von Lithografien mit dem gleichen Motiv. Anhand der Zeichnungen und grafischen Blättern kann modellhaft nachvollzogen werden, wie ein Künstler sein Motiv entwickelt und wie er es wie ein Handwerker weiterverarbeitet.

THURGAUER ZEITUNG: Regionalkultur 16/01/2012

In «Konstellation 4» zeigt das Kunstmuseum Thurgau Zeichnungen und grafische Werke.
BARBARA FATZER

WARTH. Seit 2009 holt das Kunstmuseum Thurgau jedes Jahr zum Teil unbekannte Werke aus dem Depot, die in einer neuen Zusammenstellung unbekannte Perspektiven auf bestimme Künstler oder Themen erlauben. Jetzt ist die vierte dieser Werkschauen eröffnet, die vor allem Thurgauer Künstler zeigt, die in den ersten 60 Jahren des 20. Jahrhunderts ihre Entfaltung hatten. Diese «Konstellation 4» soll auch dazu beitragen, in das Jahresthema 2012 des Kunst- und des Ittingermuseums einzuführen: Das Handwerk und dessen Bedeutung für die Kunst.

Aktzeichnen Pflichtfach
Die schmale Auswahl von Zeichnungen oder grafischen Blättern zeigt, wie sich Kunstschaffende früher ihr künstlerisches Handwerk angeeignet haben: wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts üblich, im Ausland an Akademien oder bei bekannten Künstlern. Das Aktzeichnen war sehr wichtig, die genaue Beobachtung und Wiedergabe des menschlichen Körpers gehörte zu den Pflichtfächern der damaligen Ausbildung. Auch die Frauenfelder Malerin Martha Haffter widmete sich während vieler Jahre bei Studienaufenthalten in Paris der Aktzeichnung. Allerdings durfte ihre eigene Familie davon nichts wissen, sie tolerierte die Beschäftigung mit dem nackten Körper nicht. Martha Haffter behielt diese Blätter stets zurück und stellte sie nicht aus. Nun ist ihr meisterhafter Umgang mit dem Thema in wenigen Zeichnungen nachzuvollziehen. Carl Roesch dagegen musste sich wie auch Ernst Schlatter neben der «hohen» Kunst auch noch den Lebensunterhalt verdienen. Sie gestalteten Plakate oder Postkarten und hatten damit einigen Erfolg.

Die interessanteste Neuentdeckung ist Robert Wehrlin (1903– 1964), von dem eine ansehnliche Sammlung im Kunstmuseum vorhanden ist. Bekannter ist er in Winterthur, wo er aufgewachsen ist und zur Künstlergruppe gehörte, aber auch in Paris, wo er sich von 1924 an immer wieder aufhielt. Die einzig grössere Ausstellung im Thurgau hat der Kunstverein Frauenfeld 1983 veranstaltet; sie beinhaltete sein grafisches Werk. Im Kunstmuseum steht jetzt das Ölbild «La mort d'un ami» im Mittelpunkt, wofür der Künstler unzählige Skizzen anfertigte, um dieses schwierige Thema zu fassen, wie auch eine grafische Serie.

Konstellation 4. Vom Können in der Kunst: Kartause Ittingen. Mo–Fr 14–17, Sa/So 11–17 Uhr; bis 22.4.


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Article paru dans le "LANDBOTE" de Winterthur (Suisse) le jeudi 3 mai 2007

Wandbilder auf Wanderschaft
von Gerhard Piniel



Décorations murales aux usines SULZER de Winterthur 1961
Travail et Temps libre - Arbeit und Freizeit
4 x 27 m




Tranquillité et Mouvement - Ruhe und Bewegung
3,2 x 24 m

 

Zwei künstlerisch wertvolle Wandbilder von Robert Wehrlin sind aus dem Wohlfahrtshaus gerettet worden. Sie suchen eine neue Bleibe.

Es waren einmal zwei Wandbilder. Sie schmückten zwei Säle, die 1956 rechtwinklig zueinander erbaut worden waren. Jedes der beiden nahm eine ganze Längswand ein. Gewaltig waren sie allein durch ihre Dimensionen von 27 und 25 Metern Länge und vier respektive drei Metern Höhe. Vergleichbare Formate gab es in Winterthur keine und hierzulande kaum irgendwo, ausser in Kirchen. Diese Riesenbilder beherbergte aber eine ganz profane Kantine, und zwar das ehemalige Wohlfahrtshaus der Gebrüder Sulzer AG in Oberwinterthur, ein Gebäude, das demnächst abgerissen wird. Wohnungen der gehobenen Preisklasse entstehen auf dem Areal, wo der projektierte Eulachpark beginnen soll.
Hunderte von Menschen haben die dekorativen Gemälde täglich gesehen, Zehntausende waren es im Laufe der Jahrzehnte, seit ihrer Installation im Jahre 1962. Es war ohne Zweifel das Verdienst des Architekten Edwin Bosshardt, dass er die Firma überzeugen konnte, einen reinen Zweckbau ästhetisch so aufwerten zu lassen, wie es einem Gebäude des öffentlichen Raums wohl angestanden wäre. Er war es auch, der Robert Wehrlin diesen Auftritt verschaffte. Wehrlin war dafür prädestiniert, in der Region damals wohl der Einzige, der dieser Aufgabe gewachsen war, der vor 200 Quadratmetern leerer Wand nicht erschrak. Seine gestaltende Fantasie bedurfte grosser Projektionsflächen. Er disponierte mit ausladenden Gesten, aus dem Arm, aus dem Körper heraus, und interessierte sich seinem Naturell gemäss für «Kunst am Bau».
Er schuf Sgraffiti für verschiedene Standorte. Mit der ihm eigenen spirituellen Leidenschaft nahm er sich in reiferen Jahren kirchlicher Glasmalerei an. Von ihm stammen mehrere eindrucksvolle Glasfensterzyklen. Auch mit grossformatigen Tapisserien ist er an manchen Orten präsent. Im letzten, überaus fruchtbaren Schaffensjahrzehnt verwirklichte der mit 61 Jahren zu früh verstorbene Robert Wehrlin auch die Wandbilder der Sulzer-Kantine, dem Wohlfahrtshaus.

Warten im Lagerraum

«Die beiden Wandbilder werden zu reden geben. Ihre freie und persönliche Sprache wird mit der Zeit verständlicher werden. Ihre künstlerische Potenz wird sich je länger je mehr entfalten können.» Dies prognostizierte Heinrich Bruppacher (1930-2010), der jüngere Künstlerkollege, den der Meister, zusammen mit Camillo Jelmini, zur Realisierung der Riesenformate beigezogen hatte. Niemand ahnte damals, dass die Bildwerke so schnell ausgedient haben würden. Immerhin konnte ihre Vernichtung verhindert werden durch einige Freunde des Künstlers und dessen Sohn Jacques Wehrlin. Die Rettungsaktion gelang ohne Weiteres, weil die Bilder auf Tafeln gemalt und vor die tragenden Wände nur aufgehängt worden waren. Gestapelt in einem Lagerraum warten sie nun darauf, das Licht der Welt ein zweites Mal zu erblicken, entweder in ganzer Breite oder auch aufgeteilt in kleinere Portionen, so dass auch dieses Märchen glücklich endet: «Und weil sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute.»
Ihrer Ausmasse wegen dürfte eine neue Platzierung nicht leicht sein. Unbestritten ist jedoch ihr kultureller Wert. Für Dieter Schwarz, Direktor des Kunstmuseums Winterthur, repräsentieren sie in der Region auf über- zeugende Weise den Reflex der Ecole de Paris, einer Hauptströmung der modernen Malerei um die Mitte des letzten Jahrhunderts.
Wehrlin war als junger Mann von Ernst Ludwig Kirchner persönlich ermutigt worden, ein Jus-Studium abzubrechen. Er zog nach Paris und verkehrte dort unter Malern, die traditionelle Bildthemen in expressiver Manier umsetzten. Zu seinen Freunden zählten Max Gubler und Willy Guggenheim, der sich übrigens als Pseudonym eine Variante des (französisch artikuliert) klangvollen Namens Wehrlin zulegte, nämlich Varlin. Das Aufbrechen des harmlos Harmonischen und Gefälligen war das künstlerische Ziel. Auch Wehrlins Malerei zeichnet sich durch eine ungestüme Pinselschrift aus. Seine Wahrnehmung deformiert das Gesehene zur Aussage, zum existenziellen Bekenntnis. In späteren Jahren erkundete er darum auch intensiv, ja inbrünstig die Ausdruckskräfte abstrakter Formgebung, wie sie von Bram van Velde, Bazaine, Bissiere, Manessier und anderen erprobt worden waren. Im Bereich der Glasmalerei förderte Abstraktion die Verinnerlichung und Vergeistigung. Daneben behielten gegenständlich-figürliche Formen ihr Recht, allerdings verkürzt auf Zeichen und Symbole.

Unterschiedliche Formen

Das Aushalten dieser Spannung und sogar das bewusste Inszenieren der Gegensätze ist typisch für Robert Wehrlins späteres Schaffen. Das ist beispielhaft auch an der unterschiedlichen Formgebung der beiden Wandbilder abzulesen.
Das grössere illustriert noch in gewissem Masse das Thema «Arbeit und Freizeit» (von links nach rechts), während das kleinere Bild den Wechsel von «Ruhe und Bewegung» rein rhythmisch durchspielt. Beide Werke veranschaulichen aber, wie sehr den Künstler Wehrlin der Prozess der Gestaltung interessierte, das Entwerfen und das Vernetzen im Zusammenhang, nicht zuletzt auch die technischen Neuerungen, und wie umfassend sein rastlos suchender Geist und sein künstlerisches Temperament sich in diesem Bild-Marathon verwirklichen konnten.

GERHARD PINIEL April 2007

ZWISCHEN PARIS UND WINTERTHUR

Robert Wehrlin wird am 8. März 1903 in Winterthur geboren. Der Entschluss, Maler zu werden, führt ihn 1924 nach Paris. 1932 wird er Mitglied der Künstlergruppe Winterthur. 1934 stellt er zum ersten Mal hier aus. 1938 zieht er von Paris ins nahe gelegene Antony. Ab 1946 hat er ein zweites Atelier in Winterthur. Er bekommt hier zahlreiche Aufträge und ist mit Ausstellungen präsent. Er stirbt am 29. Februar 1964 in Winterthur.
www.wehrlin.info

 




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